[REVIEW] Julianna Baggott: Memento // Die Überlebenden

Dienstag, 30. April 2013

Berührend. Hart. Dystopisch.

Titel: Die Überlebenden
Autor/in: Julianna Baggott
Erscheinungsjahr: 2012
Originaltitel: Pure
Verlag: Baumhaus
Preis: 16,99€
Seiten: 461
Notes: Teil 1 der Memento-Reihe.

KLAPPENTEXT:
Eine amerikanische Stadt, neun Jahre, nachdem die Bomben fielen. Majestätisch thront die Kuppel des Kapitols über den Trümmern - in ihr leben die Reinen, die Makellosen. Sie wurden auserwählt, eine neue, bessere Menschheit zu begründen, wurden rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Alle anderen kämpfen unten in der zerstörten Stadt täglich ums Überleben.

Auch die 16-jährige Pressia hat es schwer, sich und ihren Großvater durchzubringen. Als sie Bradwell kennenlernt, fühlt sie sich auf merkwürdige Weise zu ihm hingezogen. Doch bald sind die beiden auf dem Flucht vor dem Militär. Dabei treffen sie auf Partridge, der aus dem Schutz des Kapitols geflohen ist. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einer wahrscheinlich tödlichen Wahrheit ...


ZUSAMMENFASSUNG:
In Pressias Welt freut man sich nicht auf seinen sechzehnten Geburtstag, weil man dann endlich Auto fahren darf oder eine riesige Party feiern wird. Nein, in Pressias Welt ist der sechzehnte Geburtstag der Anfang vom Ende. Denn nachdem die Bomben fielen und einfach alles zerstört und die Menschen mit Gegenständen oder Tieren verschmolzen haben, gibt es auch ein neues Regime. Und eben jenes Regime, die OSR, sammelt alle Sechzehnjährigen an ihren Geburtstagen ein und zwangsrekrutiert sie - so fern sie für tauglich befunden werden, worauf Pressia aufgrund ihrer Verschmelzungen nicht hoffen kann.

Doch kurz vor ihrem Geburtstag trifft sie Bradwell wieder, ein Junge, den ihr Großvater einmal genäht hat und der allgemein für tot gehalten wird, ist er doch schon älter als sechzehn. Bradwell eröffnet Pressia eine völlig neue Welt. Eine Welt des Untergrunds, in dem sich Menschen zusammen geschlossen haben, um die Wahrheit über die Bomben herauszufinden - und natürlich auch über das Kapitol, den Kuppelbau, der über der Stadt thront und in dem die anderen Überlebenden leben, völlig verschont von den Bombn und nicht verschmolzen. Und genau dort kommt Partridge her - er ist von dort geflohen und braucht die Hilfe von Pressia und Bradwell, um seine Mutter zu finden ...

FAZIT: 
Und eine weitere Dystopie. Sogar eine, deren Leseprobe mich eigentlich wirklich begeistern konnte. Die Idee zur Geschichte gefiel mir und ich hatte das Gefühl, dass mir das Buch sicher ebenso beliebt. Aber nein. Wenngleich mir Baggotts Protagonisten sympathisch waren und mir auch die Grundidee jetzt noch behagt, bleibt zu bemerken, dass ich fast pausenlos das Gefühl hatte, dass die Autorin einfach zu viel wollte und daher manche Sachen einfach nicht genug durchdacht waren. Das Buch wirkt fast unfertig und Baggotts Definition des unbekehrbar Bösen wirkte neben all der "Auch wenn alles einfach nur furchtbar ausweglos ist, wird doch alles gut"-Duselei einfach nicht glaubhaft. Wirklich schade.


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