100 Monkeys in Frankfurt - The best Day of my Life ... so far

Freitag, 2. Dezember 2011

Nennen wir es prägend. Oder nein - nennen wir es unbeschreiblich. Nein, lieber doch episch. Traumhaft. Großartig. Wunderbar. Oder doch unbeschreiblich? Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Jedenfalls war es schön. Nein - toll. Großartig. Aaaaaawwww! Ja, ich glaube, das trifft es jetzt endlich richtig: Aaaaaawwww! Und das meine ich gerade vollkommen ernst.

100 Monkeys-Konzertposter an der Fassade der Batschkapp
Natürlich rede ich von dem angekündigten Konzert der 100 Monkeys in Frankfurt am Main - in der Batschkapp, um genau zu sein. Meinem allerersten Monkeys-Konzert! Und wenn man die Masse an Leuten mal genauer betrachtet hat, dann war ich weiß Gott nicht das einzige weibliche Wesen, dem es so ergangen ist. Ganz klar also, dass für eine derartige Aufgabe - mich dorthin zu begleiten - nur mein Patenonkel infrage kam. Der im Übrigen auch mit mir im Kino war, als ich twilight zum ersten Mal auf Deutsch gesehen habe und der mittlerweile gar nicht mehr fragt, was ich genau vorhabe, sondern nur noch wissen will, wann er mein neuestes dämliches Unternehmen mit mir starten soll. Sagte ich schon, dass ich diesen Mann über alle Maßen liebe? Wenn nicht, dann tue ich das jetzt - ich LIEBE diesen Kerl! :)

Jedenfalls haben sich die beinahe zwei Stunden Fahrt nach Frankfurt sowas von gelohnt - meinte Patenonkelchen auch. Live ist die Band nämlich weitaus besser als die Aufnahmen ihrer Auftritte auf YouTube vermuten lassen - mal ganz zu schweigen von ihrem Album "Liquid Zoo". Ich könnte jetzt endlos darüber psalmodieren, wie toll das Konzert war, aber das kommt mir irgendwie nicht ganz richtig vor. Warum? Weil ... na ja, weil ich gewisse Schwierigkeiten hatte mit der Tatsache, dass Jackson Rathbone nur etwa 2,5 Meter Luftlinie von mir entfernt auf dieser verdammten Bühne stand, nachdem ich annähernd 4 Jahre darüber gegrübelt habe, wie cooool es doch wäre, diesen Typen ein einziges Mal zu sehen, aber irgenwie wusste, dass das nie passieren würde.

Also stand ich die ganze Zeit nur völlig durcheinander im Kopf da, ließ mich von völlig bekloppten weiblichen Zeitgenossen umrennen, mich von ihnen anschreien und einmal sogar irrwitzigerweise bezichtigen, ich würde mich wirklich vor lauter Verwirrung an eine Wildfremde lehnen, wo sie mir doch auf die Pelle gerückt ist. Verstörend, das kann ich gut und gerne behaupten. Fotos und Videos habe ich aber trotz allem gemacht, wie man schön sehen kann. Wobei erstere allerdings aus unerfindlichen Gründen nicht so wirklich scharf geworden sind. Dafür aber sind die Videos umso besser geworden - zumindest die, die mein Patenonkel gemacht hat, was mal wieder beweist, wie praktisch es ist, so groß zu sein wie er.

Ob man es nun aber glaubt oder nicht, ich habe späterhin dann doch noch gemerkt, dass das Konzert nicht nur in einem neuerlichen Anfall von Kopfkino in meinem Hirn stattfand - nein, das war nicht in dem Moment, als mir klar wurde, dass kein Meter von mir entfernt das twilight-Ekel persönlich stand, ein Kerl, der an twilight und allem, was dazu gehört kein gutes Haar findet, aber dennoch prima unterhalten rumstand und wie blöde das Konzert gefilmt hat -, sondern ganz und gar real war. Wann? Tja, als ich - wie vermutlich auch alle anderen - nach dem Konzert hinunter in den Keller gestiefelt bin, um mir mein erwünschtes Autogramm abzuholen.

Nun ja, ich denke, was das angeht, ist lachen durchaus erlaubt. Ich meine - wer bemerkt denn auch erst in dem Moment, da er in den Kellerraum tritt, in dem niemand anderes als Jackson Rathbone sitzt, dass er gerade auf einem 100 Monkeys-Konzert war, dass er das nicht geträumt hat ... und dass er in ein paar Sekunden mit dieser Band auch noch Small Talk halten soll. Davon, dass das allererste, was ich gesehen habe, als ich durch diesen blöden Durchgang gegangen bin, niemand anderes war, als Jackson Rathbone, der gerade vom Tisch aufgesehen und mich aus mir völlig unersichtlichen Gründen angegrinst hat, fange ich erst gar nicht an - auch wenn dem zu 100% so war. Im Ernst, dass ich nicht wieder rückwärts zur Tür rausmarschiert bin und draußen in aller Ruhe einen Herzinfarkt bekommen habe, ist wirklich alles.

Fakt ist jedoch, dass mein Patenonkelchen in nicht nur der Hinsicht, dass er so ziemlich jeden Blödsinn mitmacht, um den ich ihn bitte, sondern auch in der, dass er in Sachen Autogramm schneller geschaltet hat als ich, unglaublich und großartig und toll ist. Mir nämlich in dem Moment, da mein Gehirn sich gerade total abgeschaltet, sich endgültig verabschiedet hatte, eines dieser Bandfotos - die leider zu horrenden Preisen verkauft wurden - in die Hand gedrückt hat, damit ich auch ja ein schönes Erinnerungsstück an den Tag habe, statt der Konzertkarten, die mein "Ich träume nur, also scheiß drauf"-Ich für ein prima Plätzchen zum Unterschreiben gehalten habe.

Wenn ich allerdings dachte, dass ich das jetzt ganz schnell hinter mich bringen musste, damit ich nicht doch noch irgendetwas Peinliches anstellte, so musste ich mir darüber wohl keine Gedanken machen. Das hat nämlich Jerad Anderson für mich übernommen - kein Witz. Von dem, was ich von den Autogrammjägern vor mich gehört hatte, war der drohende Small Talk ganz simpel und ich dachte mir demnach, dass ich auch so leicht davon kommen würde. Falsch gedacht. Denn als ich mein gerade geschenktes Foto vor den guten Jerad hingelegt habe, fragte der mich - wie alle vor mir auch - wie es mir denn geht. 

Ich habe also zur Antwort angesetzt, halb hoffend, dass ich mich nicht doch noch voll zum Affen machen würde, als Jerad plötzlich das Autogramm ganz vergisst, aufsieht und ganz enthusiastisch verkündet, dass er meine Brille total cool findet. Spätestens da war ich vollends durcheinander. Aber es wurde noch schlimmer. Denn Jerad fand meine Brille so toll, dass er auch seine Kollegen drauf aufmerksam gemacht hat. Meine Brille hat jetzt einen Fan - nicht zu glauben, aber wahr.

Mein intelligenter Kommentar: "Oh." Jerad hat nur gelacht, nochmal wiederholt, dass er sie echt toll findet und dann endlich unterschrieben und das Foto weitergereicht hat. Von da an wurde meine Brille tatsächlich von jedem Monkey eingehend begutachtet, ausgiebig begrinst oder lächelnd benickt - im Falle von Jackson -, ehe ich mein Autogramm bekommen habe. Danach kann ich mich nur noch daran erinnern, wie wir die Batschkapp verlassen haben und ich minutenlang kein Wort herausbekommen habe, während mein Pate sich kringelig gelacht hat.

Kaum dass ich das mit dem Sprechen wieder hinbekommen habe, war er dann aber doch erleichtert - obwohl ich noch immer wie bescheuert gegrinst habe, zugegeben. Aber Patenonkelchen hat gesagt, dass er wieder mit mir zum Konzert geht, wenn die Monkeys wieder nach Deutschland kommen - schöööön.

Als Fakten dieses Tages lassen sich nun also festhalten, dass Jackson ein Lächeln hat, bei dem man das Gefühl hat, dass gerade die Sonne aufgeht - wirklich. Und schöne Hände hat er. Richtig schöne Hände. Ja, schon klar, jetzt klinge ich schon wie so eine Fetisch-Tante. Aber ich finde seine Hände nun mal wirklich schön. Und der gute Mensch ist nett und freundlich, ganz Gentleman und ... nimmt sich ausgiebig für seine Autogramme Zeit, obgleich man ihm anmerkt, dass es ihm zu schaffen macht, dass die allermeisten Leute nur wegen ihm und nicht wegen der Musik der Band zu den Konzerten kommen.

Aber das Konzert war wirklich mal eine tolle Erfahrung, und Jackson persönlich zu treffen hat mich - seltsamerweise - wieder zurück zu meinem Fan-Dasein getrieben. Schieben wir das einfach mal auf seine Aura.

Als Beweis, wie nah er mir wirklich war - während des Gigs - hier mein allererstes Video vom Konzert:

Und da ich ja auch ein ganz kleines bisschen prahlen will, hier alle Erinnerungsstücke dieses Abends in sich vereint an meiner Wand. Wobei noch anzumerken sei, dass die Uhrzeit zu der dieser Post veröffentlicht ist, die ist, da wir gerade die Batschkapp verlassen hatten, quasi symbolisch dafür, wann dieser bisher beste Tag meines Lebns zu Ende ging. :)

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