[REVIEW] Kai Meyer: Arkadien brennt

Donnerstag, 24. November 2011

Titel: Arkadien brennt
Autor/in: Kai Meyer
Erscheinungsjahr: 2010
Originaltitel: Arkadien brennt
Verlag: Carlsen
Preis: 19,90€
Seiten: 399
Notes: Teil 2 der Arkadien-Trilogie.





„Die Leute lügen, wenn sie sagen, nichts sei so stark wie die Liebe. Das ist eine der größten und gemeinsten Lügen überhaupt. Liebe ist nicht stark. Sie ist so verletzlich wie nur irgendwas. Und wenn wir nicht achtgeben, dann zerbricht sie wie Glas.“
„Aber du liebst ihn noch immer. Sogar heute noch.“
„Und, hilft mir das weiter? Macht mich das stärker?“ Sie schüttelte den Kopf. „Es tut nur weh, das ist alles. Es tut furchtbar weh, jeden Tag und jede Nacht.“

Mit gerade einmal 18 Jahren Oberhaupt eines Mafia-Clans – genau so sieht für Rosa und Alessandro jetzt ihr Leben aus. Denn obgleich vor allem letzterer eigentlich dachte, dass ihm die Nachfolge seines Vaters endlich ein wenig Ruhe verschaffen würde, sieht es danach so gar nicht aus. Denn sowohl in Rosas Clan der Alcantaras, als auch in der Familie der Carnevares heißt es niemand gut, dass die beiden einander lieben.

Als Rosa zu ihrer Mutter nach New York zurückfliegt, um sie nach ein paar Dingen ihren Vater betreffend zu fragen, bekommt sie den Hass von Alessandros Verwandtschaft prompt zu spüren. Und nicht nur das. Aufgrund eines Handy-Videos wird auch klar, dass sie damals, vor eineinhalb Jahren niemand anders als Alessandros Großcousin Tano, den die Freundin ihrer Schwester vor Monaten erschoss, um Rosa zu retten, vergewaltigt hat. Dass Nathaniel, wie Rosa ihren ungeborenen Sohn nannte, also Tanos Kind war.

Nur durch die Hilfe eines anderen Carnevare, der sich in ihre Freundin Valerie verliebt hat, die Rosa damals auf die Party schleppte, wo Tano sie missbrauchte und die seitdem verschwunden ist, gelingt Rosa die Flucht vor den New Yorker Carnevares, die unter Anleitung von Michele, ihrem Anführer, eine Jagd auf sie veranstalten. Als sie bald darauf von ihrer Mutter erfährt, dass ihr Vater vor seinem Tod seine Familie verließ, steht Rosas Welt wieder einmal kopf.

Zurück auf Sizilien entpuppt sich zudem der Sarg ihres Vaters in der Familiengruft als leer. Und als wäre das noch nicht genug, werden die Zeichen immer offensichtlicher, dass der Hungrige Mann, das einstige Oberhaupt der Cosa Nostra aus dem Gefängnis entlassen wird. Just, da Rosa dessen gewahr wird, dass nicht Alessandros Familie ihn an die Polizei ausgeliefert hat, sondern ihre eigene Großmutter, die außerdem auch noch die Felle von Arkadiern gesammelt und zu Pelzmänteln verarbeitet hat.

Als dann auch noch klar wird, dass der Mann, der Tano den Auftrag erteilt hat, Rosa zu vergewaltigen, ihr eigener Vater ist, der eigentlich tot sein müsste, trifft das Rosa wie einen Schlag. Vor allem wohl auch deshalb, weil ihr und Alessandro jemand zuvor gekommen ist und ihnen die Statuen am Meeresgrund, die den beiden hätte erklären können, warum die Carnevares und Alcantaras schon immer so verfeindet sind. Und dann taucht Valerie plötzlich auf und erzählt ihre Geschichte …

Im zweiten Teil der Arkadien-Trilogie geht es erstmals ein wenig voran, was die Lösung zu allen Geheimnissen betrifft. Rosa wirkt erstmals erwachsener und zudem sympathischer. Als einziges Manko an der Geschichte fällt mir da nur ein, dass wir hier einen mordsmäßig fiesen Cliffhanger hätten und dass Band 2 die Erwartungen für den letzten Band geradezu in astronomische Höhen katapultiert hat. So viele Frage, auf die eine Antwort fällig ist. Aber bis ich zum Lesen von Teil 3 komme, erst einmal die Bewertung für Arkadien brennt …


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