[REVIEW] Lauren DeStefano: Totentöchter // Die dritte Generation

Mittwoch, 14. November 2012

Titel: Die dritte Generation
Autor/in: Lauren DeStefano
Erscheinungsjahr: 2011
Originatitel: Wither
Verlag: cbt
Preis: 16,99€
Seiten: 396
Notes: Teil 1 der Totentöchter-Trilogie.

KLAPPENTEXT:
Sie sind jung.
Sie sind schön.
Sie werden sterben.

Rhine ist sechzehn Jahre alt - und wird in vier Jahren sterben. Ein Genexpleriment hatte katastrophale Folgen für die Menschheit: Männer leben nur bis zum fünfundzwanzigsten, Frauen nur bis zum zwanzigsten Lebensjahr. In dieser Welt ist nicht ungewöhnlich, was Rhine passiert: Sie wird entführt und auf das Anwesen des reichen jungen Linden gebracht, damit sie seine Ehefrau wird. Der Luxus der neuen Umgebung ist überwältigend und Linden ist freundlich. Doch Rhine will nur eines: ihre Freiheit, bevor es zu spät ist. Da findet sie einen Verbündeten im attraktiven Gabriel ...

ZUSAMMENFASSUNG:
Stell dir vor, du lebst in einer Welt, in der die Lebenserwartung von Frauen bei 20 Jahren und bei Männern bei gerade einmal 25 Jahren liegt - ehe jeder von einer mysteriösen Krankheit getötet wird. Und nun stell dir vor, dass alles, was von der Welt noch übrig ist, Nordamerika ist, wo die Kluft zwischen elternlosen Kindern, die auf der Straße leben und sogenannten Hauswaltern, die sich auf ihren Landsitzen verbarrikadiert haben, als könnte sie das vor dem Tod schützen, immer größer wird. Dies ist die Welt, in der Rhine lebt.

Sie ist sechzehn und blickt im Hinblick auf die vier Jahre, die ihr noch bleiben, bereits ihrem Tod ins Auge, als es passiert - sie wird entführt. Genau das, was ihr Zwillingsbruder immer verhindern wollte. Man pfercht sie mit unzähligen anderer Mädchen in einen Lastwagen und führt sie einem reichen Mann vor. Seine Wahl fällt außer auf Rhine auch noch auf zwei andere Mädchen, die dreizehnjährige Cecily, die noch mehr Kind ist, als ihr lieb ist, und die achtzehnjährige Jenna, deren bisheriges Leben sie in die Prostitution brachte.

Im Haus ihres Hauswalters angekommen, begegnet Rhine erstmals Gabriel, der dort angestellt ist. Viel Zeit bleibt jedoch nicht, immerhin steht ihre Hochzeit mit Linden, ihrem Hauswalter kurz bevor. Linden, dessen Frau Rose im Sterben liegt und auf demselben Flur wohnt wie Rhine, Cecily und Jenna. Linden, dessen Vater zur letzten Generation gehört, die noch in Würde altern kann und der vor nichts zurückschreckt, um zu verhindern, dass sein Sohn schon in vier Jahren stirbt ...

FAZIT:
Nachdem Dystopien in der Vergangenheit immer beliebter geworden sind, reiht sich nun also auch Lauren DeStefano in diese Kategorie ein. Totentöchter zeichnet ein Was-wäre-wenn-Szenario, das ausnahmsweise einmal in Richtung der Wissenschaft zielt, die den Menschen immer weiter verbessern will - bis sie zu weit geht. Eine an sich gute Idee, die jedoch ihre Tücken hat. Zum einen störten mich die Rechtschreibfehler nach einer Weile immer mehr, zum andern erscheint mir Lindens Lebensstil einfach ein wenig überzeichnet.

Nimmt man dann noch hinzu, dass Rhine sich dann ganz plötzlich widerstandslos in ihr Schicksal fügt, obwohl sie anfangs alles dafür gegeben hätte, fliehen zu können, macht dies das Ganze noch unrealistischer. Dazu kommt noch Cecily, die ich nicht selten erwürgen wollte, was schon was heißen mag, bin ich in der Vergangenheit doch schon so manchem unerträglichem Protagonisten begegnet. Dann noch die Sache mit dem fragwürdigen Keller und die nach wie vor nicht beantwortete Frage, was Lindens Vater dort eigentlich triebt - mehr als 3 Welten sind da wirklich nicht drin.


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