[Reingehört] Simon Beckett - Kalte Asche

Samstag, 3. September 2011

Erscheinungsjahr: 2009
Originaltitel: Written in Bone
Verlag: Argon Hörbuch Verlag
Preis: 7,20€
CDs: 6
Sprecher/in: Johannes Steck
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Asche ist alles, was von ihr übrig geblieben ist. Fast alles. Als der Rechtsmediziner David Hunter die Überreste der Frau in einem verfallenen Cottage auf der schottischen Insel Runa zum ersten Mal erblickt, weiß er sofort: Dieser Tod war kein Unfall. Er will seine Erkenntnisse dem Superintendent mitteilen, doch die Leitung bleibt tot. Ein Sturm hat die Insel von der Außenwelt abgeschnitten. Da geschieht ein weiterer Mord …

Eigentlich ist David Hunter bereits halb auf dem Weg zurück zu seiner Freundin nach London, doch es soll wohl nicht sein. Man bittet ihn in einem neuen Fall um Hilfe, bei dem es um eine fast vollständig verbrannte Leiche geht – um eine Leiche auf einer Insel. Obwohl ihn Schuldgefühle plagen, jetzt doch nicht nachhause zu Jenny, die er erst kurz zuvor beinahe verloren hätte, zu fahren (siehe Die Chemie des Todes), nimmt Hunter den Fall an und begibt sich nach Runa, auf besagte Insel.

Dort wird bald klar, dass die Frau – denn um eine solche handelt es sich bei der Leiche – nicht auf natürliche Weise zu Tode kam. Sie wurde ermordet, erschlagen und dann verbrannt, um genau zu sein. Doch wer ist der Mörder? David Hunter findet sich einer Gemeinde gegenüber, die fester zusammenhält, als womöglich gut für sie ist. Und kurz darauf gerät auch Hunter selbst ins Fadenkreuz des Mörders. Mehrere Gebäude stehen in Flammen und das nächste Opfer ist zu beklagen – ebenfalls erschlagen und verbrannt.

Dass ausgerechnet jetzt auch noch ein heftiger Sturm alle Wege zum Festland kappt und kein Funkverkehr mehr möglich ist, der vonnöten gewesen wäre, um an Land zumindest Bescheid zu sagen, dass es sich bei der ersten Leiche um ein Mordopfer handelt, verschlimmert die ganze Sache noch. Und dann überschlagen sich schließlich die Ereignisse. Eine Lokalreporterin wird buchstäblich abgeschlachtet und dann verbrannt, wonach Hunter sich plötzlich sicher ist, den Mörder zu kennen. Aber wird sich diese Vermutung auch als Wahrheit entpuppen?

Nachdem ich erst vor kurzer Zeit den Auftakt zu Simon Becketts David Hunter-Reihe gehört habe, konnte ich natürlich nicht widerstehen und musste einfach gleich auch Teil 2 anhören. Und dieser zweite Teil steht dem ersten in nichts nach, um nicht zu sagen, dass er sogar noch besser ist. Simon Beckett spielt im wahrsten Sinne des Wortes mit seinen Lesern/Hörern, indem er ihnen die Möglichkeit gibt, noch vor seinem Protagonisten auf die Lösung des Falles zu kommen – was in meinem Fall auch reibungslos funktioniert hat.

Dazu die Abgeschiedenheit der Insel, der schier nicht zu fassende, vor nichts zurückschreckende Mörder und eine Gemeinde, die sich so auffällig verhält, dass quasi jeder der Schuldige sein könnte. All das, gemeinsam mit Becketts Talent, seine Hinweise auf den Täter so zu verstrecken, dass man jede Sekunde aufmerksam sein muss, sorgt für einen Thriller mit Gänsehautgarantie und mit Sicherheit erhöhtem Puls. Ein Muss für jeden Fan von spannenden Thrillern und leider ein ziemliches No-Go für alle, denen innerfamiliäre Beziehungen, die zu weit reichen, um legal zu sein, auch in Büchern/Hörbüchern zuwider sind.

Kaufen? Ja.
Leihen? Unbedingt!


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