[REVIEW] Melissa Marr - Für alle Ewigkeit

Samstag, 22. Januar 2011

Erscheinungsjahr: 2010
Originaltitel: Fragile Eternity
Verlag: Carlsen
Preis: 17,90 €
Seiten: 395
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Seit Seth endlich mit seiner geliebten Ashlyn zusammen ist, will er nur eins: für immer bei ihr sein. Doch Ashlyn, die Sommerkönigin der Elfen, ist unsterblich - und die Ewigkeit wird sie nicht mit Seth, sondern mit dem schönen Elfenkönig Keenan verbringen. Es sei denn, es gelingt Seth, ebenfalls Unsterblichkeit zu erlangen ... Wild entschlossen sucht er sich Verbündete unter den unheimlichen, zum Teil bösartigen Elfen. Als er erfährt, dass nur die Königin des Lichts ihm seinen Wunsch erfüllen kann, macht er sich auf den Weg an ihren Hof. Doch weiß er noch nicht, welches Opfer von ihm erwartet wird ...

Nach Gegen das Sommerlicht und Gegen die Finsternis, handelt es sich hierbei um den dritten Teil der so genannten Sommerlicht-Serie. Diese handelt von Ashlyn, Seth und Keenan und ihrer Dreiecksbeziehung.

In Teil eins ging es hauptsächlich um die Verwandlung Ashlyns zur so genannten „Sommerkönigin“, deren Schicksal an der Seite des „Sommerkönigs“ Keenan ihre Bestimmung fände. Allerdings stellt Ashlyn fest, dass sie Keenan gar nicht liebt, ihn bestenfalls als Freund sehen könnte. Der, den sie liebt, ist Seth, der als Künstler in einem alten Eisenbahnwaggon lebt und der überdies schon lange Ashlyns bester Freund ist. An sich gefiel mir der Auftakt der Reihe noch am besten, da ich Ashlyns Motive ganz gut nachvollziehen konnte. Und selbstverständlich konnte auch ich mich Seths sympathischen Charakter nicht entziehen.

Teil zwei der Sommerlicht-Serie handelte dann von den Versuchungen, die von den unterschiedlichen Elefenhöfen ausgehen, in deren Welt Ashlyn nun vollends eintaucht – als Sommerkönigin, an Keenans Seite und Freundin von Seth. Denn außer dem Hof des Sommerkönigs gäbe es da schließlich auch noch den der Winterkönigin, die ebenso neu in ihrem „Job“ ist wie Ashlyn, da die vorherige – Keenans Mutter – von Ashlyn und ihren Freunden getötet wurde – im Übrigen ist eben jene Winterkönigin die Geliebte und eigentlich große Liebe von Keenan. Ein Kampf zwischen Sommer und Winter, in den bisweilen auch noch der Hof der Dunkelelfen involviert ist. Dort nämlich herrscht Irial, der Meister der Manipulation. Ihm gar nicht einmal so unähnlich ist da Niall, der sich vor Jahrhunderten von seinem Herrn und Freund abwandte und nun Keenans Vertrauter ist. Aber die Jahre am Hof der Dunkelelfen haben ihre Spuren hinterlassen und strecken ihre Fühler nun nach Ashlyns Freundin Leslie aus.

Nachdem mir schon das Lesen des zweiten Bandes vorkam, wie sich immer mehr in die Länge ziehender Kaugummi, kann ich nicht unbedingt behaupten, dass es mich tatsächlich überrascht hat, dass es Januar werden musste, bis ich Band drei endlich fertig gelesen hatte – und das, obwohl ich bereits Mitte November zu lesen angefangen habe.

Die Sympathien für Ashlyn und Seth, die im ersten Buch aufgebaut wurden und im zweiten ziemlich zurückgegangen sind, gehen während des Lesens des dritten Buches fast gänzlich verloren. Ashlyn entpuppt sich als egoistisches Paradebeispiel eines hormongeladenen Teenagers, Seths Selbstbewusstsein und sein Vertrauen in Ashlyn wirken alles andere als authentisch und die Geschichte wirkt im Allgemeinen reichlich konstruiert, was auch dadurch nicht besser wird, dass erstmals die bisher nur erwähnte Königin der Lichtelfen in Erscheinung tritt, ihrem Ruf als eiskalte Monarchin so gar keine Ehre macht und Seth urplötzlich als ihren Sohn sieht.

Alles, was mir zum dritten Teil dieser Reihe einfällt, ist Folgendes: Was soll das? Ich mochte das erste Buch wirklich gerne. Doch entweder fehlen Melissa Marr im Moment gute Ideen, oder sie hat nur noch den Profit im Kopf. Mir graust es ja schon vor Teil vier der Serie, den ich aber wohl trotz allem lesen werde, weil ich nun einmal das Laster habe, immer jede Reihe zu Ende lesen zu wollen – ganz gleich, wie mies sie auch sein mag.

Hier dann also meine Bewertung im bildlichen Sinne.



Für alle, die es interessiert, präsentiere ich hier noch das englische Original-Cover des Buches:

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