[REVIEW] Lemony Snicket: Die unheimliche Mühle (Die schaurige Geschichte von Violet, Sunny und Klaus, #4)

Dienstag, 10. Mai 2016




Kurzbeschreibung:

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich hoffe um deinetwillen, dass du dieses Buch nicht deshalb lesen willst, weil du gerade Lust hast auf angenehme Unterhaltung. Sollte das doch der Fall sein, rate ich dir, es sofort wieder wegzulegen, weil von allen Bänden, die vom traurigen Leben der Baudelaire-Waisen berichten, Die unheimliche Mühle womöglich der traurigste ist. Violet, Klaus und Sunny Baudelaire werden darin nämlich nach Jammerau geschickt, wo sie in einem Sägewerk arbeiten sollen, und dort müssen sie feststellen, dass hinter jedem Baumstamm nichts als Unheil und Ungemach lauern.
Die Seiten dieses Buches - das muss ich dir leider sagen - enthalten lauter unerfreuliche Dinge, wie zum Beispiel eine riesige Greiferanlage, einen ungenießbaren Eintopf, eine Rauchwolke an einer Stelle, an der sich eigentlich der Kopf eines Mannes befinden sollte, eine Hypnotiseurin, einen schrecklichen Unfall, bei dem jemand zu Schaden kommt, sowie bündelweise Gutscheine.
Ich selbst habe versprochen, die ganze Geschichte dieser armen Kinder niederzuschreiben, ihr aber habt nicht versprochen, sie zu lesen. Wenn ihr also Geschichten lieber mögt, die herzerwärmender sind als diese, so hindert euch nichts daran, nach einem anderen Buch zu greifen.

Hochachtungsvoll
Lemony Snicket



Zusammenfassung:

Nachdem mit Tante Josephine nun schon ihr zweiter Vormund den bösen Machenschaften von Graf Olaf zum Opfer gefallen ist, steckt der Bankangestellte und für Violet, Sunny und Klaus verantwortliche Mr. Poe die drei Geschwister nun in eine Sägemühle und damit zu einem Mann, der sich selbst nur "Boss" nennt. Und damit beginnt das neuerliche Elend. Denn nicht nur, dass alle drei Kinder in der Sägemühle genauso hart arbeiten müssen wie alle anderen Arbeiter, nein, auch ist da das seltsame Haus, das ganz so aussieht wie das tätuwierte Auge an Graf Olafs Knöchel. Klar also, dass Olaf höchst selbst nicht weit sein kann ...



Fazit:

Für mich eindeutig das bisher schwächste Buch der Reihe, wie ich finde. Die Handlung dümpelte schon ein wenig vor sich hin, ehe es ganz unvermittelt vom knalligen Höhepunkt kam, der besonders im Bezug auf Sunny dann doch ein wenig zu abgehoben war für meinen Geschmack. Daher dann auch meine Wertung für ein unterhaltsames, aber doch stellenweise zu langatmiges und gen Ende zu abgedrehtes Buch.

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