[REVIEW] Victoria Laurie: M. J. Holliday // #1 Rendezvous um Mitternacht

Samstag, 28. November 2015


Kurzbeschreibung:

M. J. Holliday betreibt eine Geisterjägeragentur und wird von dem charmanten Dr. Steven Sable für einen Job angeheuert: Ihm ist vor Kurzem der Geist seines verstorbenen Großvaters erschienen. Sable glaubt, dass bei dessen Tod nicht alles mit rechten Dingen zuging. M. J. nimmt die Ermittlungen auf ...



Zusammenfassung: 

Schon seit ihrer Kindheit hat M. J. Holliday die Gabe, mit Geistern zu sprechen. Gemeinsam mit ihrem Schulfreund Gilley betreibt sie daher auch schon seit Jahren eine Geisterjägeragentur. M. J. ist es gewohnt, dass ihre Klienten zuerst einmal Zweifel haben, was ihre Tätigkeit angeht. Doch ihr neuer Klient, der geradezu unverschämt gut aussehende Dr. Steven Sable, besteht sogar darauf, M. J. bei der Arbeit über die Schulter zu blicken. Erst kürzlich ist Steven der Geist seines verstorbenen Großvaters erschienen und das lässt ihn nun daran zweifeln, dass der alte Mann sich tatsächlich das Leben genommen hat. Bewaffnet mit ihrem Geisterjägerequipment macht M. J. sich zusammen mit ihrem Partner Gilley, ihrem Papagei Doc und dem charmanten und nicht so ganz dem Englischen mächtigen Dr. Sable an die Arbeit ...



Fazit:

Vor ein paar Jahren, als dieses Buch gerade erst erschienen war, hatte ich es mal aus der Bibliothek ausgeliehen und doch nicht gelesen - warum auch immer. Als ich es durch Zufall günstig bei Amazon entdeckte, musste es natürlich bei mir einziehen ...

Was die Geschichte angeht, so schwanke ich da nach wie vor zwischen "Was war das denn bitte, um Himmels willen?" und "Warum nur? WARUM?" Es ist schon eine ganze Weile her, dass mir eine derartige "unwissende Miss Perfect", wie ich sie gerne nenne, in der Bücherwelt untergekommen ist. Denn natürlich ist M. J. von vorne bis hinten perfekt - und weiß es natürlich gar nicht. Allein das war schon nervig genug. Dann haben wir da auch noch Gilley, ihren besten Freund ... und ultimativen Klischee-Schwulen, der mir doch recht gut vor Augen geführt hat, dass die Angst von so manchem Hetero-Mann vor Homo-Männern durchaus seine Berechtigung hat. Gilley ist einfach nur total überzeichnet und weckte mit regelmäßiger Häufigkeit in mir den Wunsch, meinen Kopf wiederholt gegen die nächste Wand zu schlagen.

Und nun zu Dr. Steven Sable. Was soll ich zu diesem Herrn noch sagen? Vielleicht war es zu Beginn ja mal amüsant, wie er die Sprache verstümmelt in seiner angeblichen Unwissenheit. Da er allerdings als Herzchirurg arbeitet - und das in den Staaten, wo man nun mal die Sprache spricht, die er da so misshandelt -, kam das Ganze doch etwas ungut-schräg daher. Mal davon abgesehen, dass er für mich eine Sexiness ausstrahlte, die einer handelsüblichen Zwiebel überraschend nahe kommt, stellte er sich auch noch dauerhaft reichlich doof dran und kostete mich allzu viele Nerven.

Was die Handlung an sich anging, so war sie in Ordnung - mal von einer gefühlten Tonne von Dingen abgesehen, die mir in ihrer Umsetzung so gar nicht gefielen. Gegen Ende steigerte Miss Laurie sich sogar noch ein wenig, was ihr schrifstellerisches Niveau anging. Und auch ihre Idee, den Graupapagei Doc in ihre Geschichte einzubinden, gefiel mir. Zusammengefasst haben wir hier also eine handvoll Protagonisten, die mich in den Wahnsinn getrieben haben und eine Geschichte, die zwar nicht gerade eine Granate war, aber die dennoch eben in Ordnung war. Und das ergibt für mich bewertungstechnisch ...


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