[REVIEW] Mo Hayder: Jack Caffery // #7 Wolf

Freitag, 17. Juli 2015



ÜBER DAS BUCH:

„Es hört sich an, als würden sie gerade meine Tochter oder meine Frau bedrohen. Ich weiß nicht, was passiert. Jetzt ist es still.“

Vor vierzehn Jahren wurde ein junges Liebespaar brutal ermordet. Der Hauptverdächtige gestand das Verbrechen und wurde verurteilt. Aber die Erinnerung an die Morde ist noch nicht verblasst. Als Oliver Anchor-Ferrers mit seiner Familie in das einsam gelegene Ferienhaus in der Nähe des damaligen Tatorts zurückkehrt, macht er eine schockierende Entdeckung: Ist der Täter von einst etwa wieder auf freiem Fuß? Noch kann er nicht ahnen, dass das schon bald nicht mehr seine größte Sorge sein wird. Der Albtraum kehrt mit voller Macht zurück, nur diesmal ist er die Hauptfigur ...



ZUSAMMENFASSUNG:

Fünfzehn Jahre sind vergangen, seit ein Verrückter den Ex-Freund von Oliver Anchor-Ferrers Tochter und dessen neue Freundin bestialisch ermordete. Und nie hätte er gedacht, dass mit der Verhaftung des Täters eben nicht alles abgeschlossen sein könnte. Als er mit seiner Familie jedoch in jenem Ferienhaus eintrifft, in dem sie auch zu Zeiten der Morde gerade lebten, ist das der Anfang eines absoluten Martyriums, das Oliver sich noch nicht einmal im Traum hätte vorstellen können. Seine Familie und er werden gefangen genommen, gequält und durchleben einen Albtraum, wie er seinesgleichen sucht. Doch inmitten all der Angst, der Panik und der Verzweiflung ist es ein Gedanke, der Oliver Stärke verleiht - der Glaube an jenen Polizisten, der, ganz seiner verzweifelten Vorstellungskraft entsprungen, herausfinden wird, was in ihrem Haus wirklich geschah. Der lesen wird, was Oliver an geheimem Ort für ihn über den Zeitraum seiner Gefangenschaft hinweg notiert hat ...



FAZIT:

Woah! Mehr fällt mir gerade zu diesem Buch wirklich nicht ein. Innerhalb nur eines Tages habe ich dieses Buch buchstäblich verschlungen, konnte es einfach nicht zur Seite legen. Im nun schon siebten Band ihrer Reihe um Detective Inspector Jack Caffery hat Mo Hayder es geschafft, eine derart fesselnde Spannung aufrecht zu erhalten, dass ich es schlichtweg nicht in Worte fassen kann. Ihre gezielten Wechsel zwischen den Sichtweisen der jeweiligen Protagonisten machten es mir einfach unmöglich, mit dem Lesen aufzuhören. Zudem gefiel es mir ausgesprochen gut, wie Caffery mehr oder weniger von alleine auf die Spur des ganzen Vorfalls kommt. Statt mit hahnebüchenen Verbindungen und wild aus der Luft gegriffenen Zufällen zu arbeiten, über die man als Leser mehr als nur ein wenig die Stirn runzeln könnte, ergab sich der Verlauf der Geschichte fast wie von selbst, ohne dabei allzu konstruiert zu wirken.

Wenngleich dieses Buch erstmals seit ihrer ersten Erwähnung in der Buchreihe ganz ohne die Polizeitaucherin Flea Marley auskommt, schafft es Caffery doch auch alleine, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Und wie er das schafft! Wieder einmal kann ich die Tatsache, dass Caffery kein geschniegelter Mr. Perfect ist nur loben. Denn durch seine Fehler und Macken wird er in meinen Augen weitaus glaubwürdiger als so manch anderer Ermittler in der Welt der Thriller und Krimis. 

Auch über einen neuerlichen Auftritt des so genannten "Walking Man" habe ich mich doch sehr gefreut. Und auch die Tatsache, dass Caffery nun endlich nach all den Jahren einmal Antworten bekommt, was jenes einschlagende Erlebnis in seiner Kindheit betrifft, hat mir sehr gefallen - wenn sie auch einen bittersüßen Nachgeschmack hinterließ. Alles in allem ist Wolf für mich das bisher beste Buch aus der Feder von Mo Hayder und zählt ab sofort eindeutig zu meinen Lieblingen in diesem Genre. Und natürlich kann ich es schon jetzt kaum erwarten, mehr zu lesen von Jack Caffery ...



Für die Bereitstellung dieses großartigen Rezensionsexemplars bedanke ich mich ganz herzlich beim Goldmann Verlag und natürlich bei den Damen und Herren des Blogger-Portals von Random House.

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