[REVIEW] Lisa Gardner: Die Frucht des Bösen

Montag, 8. April 2013

Durchtrieben. Spannungsgeladen. Mitreißend.

Titel: Die Frucht des Bösen
Autor/in: Lisa Gardner
Erscheinungsjahr: 2012
Originaltitel: Live to Tell
Verlag: Rowohlt
Preis: 9,99€
Seiten: 557
Notes: Teil 4 der Reihe um D. D. Warren.

KLAPPENTEXT:
ER WEIß ALLES ÜBER DICH.
AUCH WO DU DICH VERSTECKEN WIRST.

Familientragödie in Boston. In einer idyllischen Vorortsiedlung hat ein Mann Frau und Kinder ausgelöscht. Einen Tag später wiederholt sich das Grauen.

Die Ermittlungen geben Rätsel auf. Beide Familien waren denkbar unterschiedlich: eine wohlhabend und religiös, die andere im Drogenmilieu bestens bekannt. Wie kann es sein, dass gleich zweimal in so kurzer Zeit etwas derart Grauenhaftes geschehen musste?

Detective D. D. Warren glaubt nicht an Zufall. Und sie sucht verzweifelt nach einer Antwort. Bis sie langsam begreift: Es waren keine Amokläufe. Hier treibt jemand ein teuflisches Spiel.


ZUSAMMENFASSUNG:
Als Detective D. D. Warren am Tatort eintrifft, gelten ihre Gedanken zunächst nur dem Date, das sie aufgrund ihrer Arbeit absagen musste - wieder einmal. Doch kaum betritt sie das Haus, ist sie wieder ganz Polizistin, was angesichts der Tragödie, die sich dort ereignet hat, auch nicht verwunderlich ist. Eine ganze Familie - abgeschlachtet. Vom eigenen Vater, wie es scheint. Und ausgerechnet jenes Familienoberhaupt ist der einzige Überlebende, ging sein sich selbst geltender Kopfschuss doch daneben.

Der Tatort gibt von Anfang an Rätsel auf, die auch die Nachbarn der Opfer nicht lösen können. Eine ruhige, liebevolle Familie - und jetzt das. Aber ehe D. D. sich recht mit diesem Fall beschäftigen kann, passiert es auch schon erneut - eine weitere Familie wird mutmaßlich von ihrem Familienoberhaupt abgeschlachtet. An diesem Tatort jedoch gibt es eindeutige Beweise dafür, dass der Vater zuerst starb und sich nicht, wie es zunächst aussehen sollte, nach dem Mord an seiner Familie selbst gerichtet hat. Doch all das ist erst der Anfang. Und die Spur führt genau zu Danielle, einer jungen Frau und Krankenschwester in einer Kinderpsychiatrie, die als Kind ein ganz ähnliches Szenario überlebte ...

FAZIT:
Ursprünglich bin ich durch das Buchcasino auf Facebook auf dieses Buch gestoßen. Allein der Klappentext hat mich schon sehr angesprochen, so dass ich es erst mal auf die Wunschliste gesetzt und dann fast vergessen hatte. Als ich es dann vor ein paar Wochen in der Bibliothek entdeckte, musste ich natürlich zuschlagen. Und ganz ehrlich - ich habe es in weniger als vierundzwanzig Stunden durchgelesen. Die Atmosphäre des Buches ist schlichtweg genial. Lisa Gardner versteht es meisterhaft, einen immer und immer wieder zu überraschen.

Zudem machen die verschiedenen Erzähler - Victoria, Danielle und D. D. - die Geschichte noch verwirrender und ungemein spannender. Einziges Manko an diesem sonst wirklich unglaublich spannenden Buch ist leider die Tatsache, dass es sich um eine Reihe handelt - wie ich erst später festgestellt habe. Aber nicht, dass wir hier Teil 4 hätten, stört mich. Nein, eher, dass man von diesem Serien-Feeling gar nichts mitbekommt. D. D. ist einfach zu kalt, zu distanziert. Das damit zusammen genommen, dass die Auflösung am Ende irgendwie doch banal wirkte, wo die Geschichte an sich doch so spannungsgeladen war, kostet Die Frucht des Bösen leider knapp die volle Punktzahl ...

1 Kommentar:

  1. Hallo,
    Ich möchte mich gerne bedanken.
    Dank Ihrerer Rezension des Buches,habe ich es mir auch gekauft und war begeistert.
    Ich kann es jeden Empfehlen der die Genre mag.

    mfg
    Klaus W.

    http://www.leseratte.cc

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