[REVIEW] Rebecca Lim: Mercy // Gefangen

Freitag, 14. Dezember 2012

Mysteriös. Unterhaltsam. Gut.

Titel: Gefangen
Autor/in: Rebecca Lim
Erscheinungsjahr: 2011
Originaltitel: Mercy
Verlag: Ravensburger
Preis: 14,99€
Seiten: 254
Notes: Teil 1 der Mercy-Reihe.

KLAPPENTEXT:
Ich empfange noch mehr Bilder von Lauren. Dabei kann ich nicht sagen, ob ich das alles selbst in ihren Zimmer gesehen habe oder ob es nur im Kopf ihres Zwillingsbruders existiert. Ryan trägt einen Teil von Lauren in sich. Die Verbindung fühlt sich frisch an, neu. Es ist unheimlich. Schwach wie der verblichene tag  eines Graffiti-Sprayers, den der Regen nicht ganz auslöschen kann. Eine ausgestreckte Hand. Ein Hilferuf. Ein leises "Rette mich!".

Mercy weiß: Hinter Ryans coller Fassade verbirgt sich ein düsteres Geheimnis. Nur sie selbst kann es lüften.

ZUSAMMENFASSUNG: 
Mercy ist nicht wie andere Mädchen. Nein, Mercy wohnt in anderen Mädchen. Und wenn sie da ist, ist es, als würde das Mädchen, das sonst in dem Körper wohnt, einfach schlafen. Nach zahlreichen Abstechern in die Leben von drogenabhängigen, alleinerziehenden Müttern oder auch reichen, verwöhnten Töchtern, landet Mercy dieses Mal im Körper von Carmen, die gerade mit ihrem Chor auf dem Weg zu einem Schüleraustausch ist.

Im Haus ihrer Gastfamilie lernt sie den attraktiven Ryan kennen, der, wie auch seine ganze Familie, unter dem schon eine ganze Weile zurückliegenden Verschwinden seiner Zwillingsschwester Lauren leidet, im Gegensatz zu seinen Eltern jedoch fest daran glaubt, dass sie noch am Leben ist. Also gibt Mercy an Carmens Stelle alles, um sie zu finden und begeistert mit Carmes einzigartiger Stimme auch noch sämtliche Chorleiter.

Dass Lauren eine ähnliche Begabung hatte, sticht Mercy sofort ins Auge. So dauert es auch nicht lange, bis die Musiklehrer sämtlicher am geplanten Konzert beteiligten Schulen ins Visier ihrer Ermittlungen geraten. Doch nicht nur Lauren beschäftigt Mercy. Denn immerhin weiß sie immer noch nicht, wer sie eigentlich ist und vor allem auch, was sie eigentlich ist. Doch wie es scheint, hat es etwas damit auf sich, dass sie im Dunkeln leuchtet …

FAZIT:
Schon einige Male bin ich bei Thalia an diesem Buch vorbei gegangen, ohne ihm größere Aufmerksamkeit zu schenken, weil der Klappentext mich nicht neugierig gemacht, sondern verwirrt hat. Erst auf einem Streifzug in der Bibliothek habe ich mich dann an das Buch herangetraut – wohl weil es dann keine Schande wäre, wenn mir das Buch nicht gefallen sollte.

An sich gefiel mir die Geschichte eigentlich ganz gut – einmal davon abgesehen, dass das fragwürdige Ende das Buch am Ende einen ganzen Punkt gekostet hat. War einfach irgendwie ein bisschen arg abgedreht, um es einmal vorsichtig zu formulieren. Dennoch mochte ich die Protagonisten ganz gerne. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und auch die Geschichte an sich war ganz nett – wenn da nur das Ende nicht gewesen wäre.

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